Immobilientransaktionen: Laut Andreas Schrobback betrug die Zahl der ausländischen Investoren weniger als angenommen

Andreas Schrobback

Andreas Schrobback

(Berlin, 07.03.2013) In den Medien finden sich immer wieder Berichte über Immobilienankäufe durch ausländische Investoren. Die Rede ist von Preissteigerungen und der Angst vieler Bewohner, dass sich die Lage auf dem Immobilienmarkt durch den steigenden Einfluss der neuen Eigentümer verändert. Bei Betrachtung der Zahlen wird jedoch schnell deutlich, dass nicht nur Käufer aus dem Ausland an den Immobilien interessiert sind. Vielmehr sind es die deutschen Privatanleger selbst, die nach einer Anlagealternative mit hoher Wertstabilität suchen. Wer sein Geld einst in Aktien, Fonds oder andere Kapitalanlageprodukte investiert hat, kehrt den spekulativen Anlagen heute vermehrt den Rücken. Als attraktive Geldanlage werden Immobilien an etablierten Standorten mit guter Wirtschaftsprognose entdeckt, die außerdem mit einer attraktiven Rendite überzeugen können. Ein weiterer Grund für das angestiegene Transaktionsvolumen, das auch zu Beginn des neuen Jahres gemäß Andreas Schrobback hohen Wert betrug, ist die Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Die Eurokrise könnte zu einer Inflation führen, die den Wert von Spareinlagen auf dem Konto bedroht. Daher werden verstärkt Immobilien nachgefragt, um das Vermögen inflationsgeschützt anlegen zu können.

Niedrige Zinsen und Wirtschaftslage erhöhen die Nachfrage

Es sind nicht nur die negativen Meldungen zur Verschuldung der EU-Länder und die drohende Rezession selbst, die das Interesse an werthaltigen Immobilien als Kapitalanlage ansteigen lassen. Einen wesentlichen Einfluss hat außerdem das derzeitige Zinsniveau, das den Kauf einer Immobilie günstiger macht als noch vor wenigen Jahren. Auch wenn die Preise für Immobilien in Berlin und anderen Großstädten weiter ansteigen, ist der Kauf nach wie vor lohnenswert. Insgesamt betrug das erforderliche Budget für den Kauf einer Eigentumswohnung für den Vermögensaufbau laut Andreas Schrobback einen niedrigeren Wert als zuvor. Die höheren Kosten aufgrund des Preisanstiegs fallen im direkten Vergleich geringer aus als die Einsparungen, die sich durch die günstigen Kreditzinsen erzielen lassen. Der Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung kann sich in vielerlei Hinsicht auszahlen. Eigennutzer profitieren im Alter von niedrigeren Kosten für die Lebenshaltung, da der Kredit für die Immobilie abgezahlt ist und keine Mietzahlungen geleistet werden müssen. Zudem kann die Immobilie an die nachfolgenden Generationen vererbt werden. Darüber hinaus ist es möglich, das Objekt später zu vermieten und durch die Mieteinnahmen eine zweite Rente zu erhalten.

Der Kauf einer Eigentumswohnung kann den Bewohner außerdem vor steigenden Mietpreisen bewahren, von denen bereits viele Mieter überrascht wurden. Das Mietpreisniveau wird sich weiter erhöhen und zu einer zunehmenden Belastung werden. Durch den Kauf eines Objektes ist es hingegen möglich, die Finanzierung über einen längeren Zeitraum genau zu planen und damit die monatlichen Ausgaben unter Kontrolle zu haben. Die höchsten Anstiege im Mietpreis sind bei Neuverträgen zu beobachten. Davon betroffen sind nicht mehr nur allein die Metropolen, sondern auch kleinere Städte. In Berlin ist es heute deutlich schwieriger als in der Vergangenheit, eine Wohnung zu einem günstigen Preis zu finden. Daher kann die Entscheidung zum Kauf von Wohneigentum sinnvoll sein und gleichzeitig den Grundstein für einen nachhaltigen Vermögensaufbau legen. Zu dieser Erkenntnis gelangen immer mehr deutsche Anleger, weshalb ihr Anteil am Transaktionsvolumen zugenommen hat. Die ausländischen Investoren interessieren sich vorwiegend für Objekte des gehobenen Segments, die später mit Gewinn wieder verkauft werden können. Für Selbstnutzer und private Anleger aus Deutschland spielen meist andere Kriterien eine Rolle beim Kauf. Für sie ist der Wohnkomfort entscheidend und das Image des Stadtteils sowie die Nähe zur Arbeit und zu den Freizeitaktivitäten.

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